Anwendung · Wäscherei & Textil

Wäscherei-Abwasser: Drei Chemikalien durch ein Pulver ersetzen

Wäscherei-Abwasser ist organisch hoch belastet und fällt in großen, gleichmäßig wiederkehrenden Mengen an. Tenside, Fette, Faserstoffe, Bleich- und Hilfsmittel treffen auf eine Behandlung, die zuverlässig laufen muss – jeden Tag, ohne dass Personal für Nachjustierungen gebunden wird. Betroffen sind Großwäschereien ebenso wie Textilbetriebe mit eigener Nassbehandlung.

EFAPUR fasst Fällung, Ladungsneutralisation, Flockung, Adsorption und pH-Korrektur in einem trockenen Reaktionspulver zusammen. Damit lässt sich eine konventionelle Dreikomponenten-Fällung durch ein einziges Produkt ersetzen – mit unmittelbarer Wirkung auf die Schlammentwässerung.

Das Problem in Ihrer Branche

Die klassische Fahrweise in Wäschereien arbeitet mit drei getrennten Komponenten: Eisen-III-Chlorid als Fällmittel, Kalkmilch zur Neutralisation und ein organisches Polymer für die Flockung. Jede davon ist ein eigener Gefahrstoff mit eigenem Lagerbehälter, eigener Pumpe und eigener Regelung.

In der Praxis führt diese Kombination zu massiven Verkrustungen in Leitungen und Behältern. Die Flockenstruktur ist häufig nicht scherstabil genug, wodurch die Presszeiten in der Kammerfilterpresse steigen und der Schlammkuchen sich nur schlecht von den Filtertüchern löst. Das Ergebnis sind lange Zykluszeiten, hoher Reinigungsaufwand und ein hohes Schlammgewicht, das direkt in die Entsorgungskosten einfließt.

Dazu kommen die organisatorischen Folgen der Säure- und Laugenlagerung: Auflagen, Unterweisungen und Handlingrisiken für das Betriebspersonal.

  • Hohe organische Fracht aus Tensiden, Fetten, Fasern und Hilfsmitteln
  • Drei getrennte Gefahrstoffe mit je eigener Dosier- und Regeltechnik
  • Verkrustungen in Leitungen, Behältern und an Rührwerken
  • Lange Presszyklen und schlechtes Ablösen des Schlammkuchens
  • Hohes Schlammgewicht und entsprechend hohe Entsorgungskosten
  • Lagerauflagen für Säuren und Laugen

Wie Efapur wirkt

Für Wäschereiabwässer werden EFAPUR-Rezepturen mit mineralischen Trägerstoffen wie Bentonit und Zeolith aufgebaut. Sie adsorbieren organische Restfrachten und geben der Flocke eine scherstabile Struktur, die den Weg durch Pumpen und Presse übersteht.

Weil die Neutralisation im Pulver enthalten ist, entfallen Kalkmilch- und Säuredosierung. Aus drei Gefahrstoffen wird ein trockenes Produkt, das ohne Flüssigchemie gelagert und dosiert wird.

  • Fällung gelöster Inhaltsstoffe und Ladungsneutralisation stabiler Trübungen in einem Arbeitsgang
  • Flockung zu scherstabilen, gut absetzbaren Flocken
  • Adsorption organischer Restfrachten über mineralische Trägerstoffe und Pulver-Aktivkohle
  • pH-Korrektur ohne separate Säure- oder Laugendosierung
  • Dosierbereich 0,1–4 kg/m³, abhängig von Fracht und Abwassermatrix
  • Vollständige Reaktion in der Regel in ca. 5–8 Minuten unter Rühren
  • Varianten sulfathaltig, sulfatfrei, salzarm und salzfrei

Die konkrete Rezeptur wird nicht aus dem Katalog gewählt, sondern anhand einer Originalprobe aus Ihrer Produktion im Labor abgestimmt. Erst wenn die Werte reproduzierbar im geforderten Bereich liegen, geht die Rezeptur in Ihren Betrieb.

Anlagentechnik

In Wäschereien steht meist bereits eine Kammerfilterpresse zur Verfügung. Die scherstabile Flockenstruktur wirkt dort unmittelbar: kürzere Presszyklen und ein Filterkuchen, der sich sauber von den Tüchern löst.

Für die reproduzierbare Zugabe eignet sich der EFA-Trockengutdosierer direkt auf dem Reaktor. Wo keine Presse vorhanden ist, übernehmen Bandfilteranlage und Filtersack-Entwässerungswagen die Abtrennung und Nachentwässerung.

  • EFA-Trockengutdosierer: staubfreier Trichterdosierer aus PP, direkt auf dem Reaktor montiert
  • Bandfilteranlage Efamat BKL: Schwerkraftfiltration über Filtervlies, kompakt und ohne Druckbeaufschlagung
  • Filtersack-Entwässerungswagen zur Nachentwässerung bis zum stichfesten Filterkuchen
  • Kürzere Presszyklen an bestehenden Kammerfilterpressen durch scherstabile Flockenstruktur

Case Study aus der Praxis

Ein dokumentierter Anwendungsfall aus diesem Einsatzbereich – Ausgangslage, Verfahren und gemessenes Ergebnis:

Großwäscherei & Textilbetrieb

Referenz Fa. Christian Heym

−35 %
kürzere Presszeiten
Problem / Ausgangslage
  • Konventionelle Fällung mit 3 separaten Komponenten
  • Eisen-III-Chlorid, Kalkmilch zur Neutralisation, organisches Polymer
  • Massive Verkrustungen und lange Presszeiten
  • Schlechtes Ablösen des Schlammkuchens
Verfahren & Umsetzung
  • Umstellung auf 1 gebrauchsfertiges EFAPUR-All-in-one-Reaktionspulver
  • Mineralische Trägerstoffe (Bentonit/Zeolith)
  • Scherstabile Flockenstruktur
Messbares Ergebnis
  • Reduzierung von 3 Gefahrstoffen auf 1 trockenes Pulverprodukt
  • 35 % kürzere Presszyklen in der Filterpresse
  • Glattes, rückstandsfreies Ablösen des Filterkuchens von den Filtertüchern
  • Deutlich reduziertes Schlammgewicht und Wegfall von Säure-/Laugen-Lagerauflagen

Häufige Fragen aus diesem Einsatzbereich

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Peter Klassen · Anwendungstechnik
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